Arzberg geht glänzend ins Jubiläum

750 Jahre Arzberg

Knapp 60 Euro kostet die Silberprägung zum Stadtjubiläum wie sie Leif Burghard von Euromint und der Arzberger Bürgermeister Stefan Göcking hier präsentieren. Die Goldmünze, sie schlägt mit rund 1400 Euro zu Buche, wird nur auf Bestellung geprägt. Foto: Gerd Pöhlmann

Eine Sonderprägung gibt es im 750. Jahr der Stadt. Die Gold- und Silbermünzen sind ab sofort zu haben und zeigen das Wappen und eine Ortsansicht.

Arzberg Stefan Göcking könnte ab sofort Goldmünzen verschenken. Wenn er denn wollte. Allerdings weiß der Arzberger Rathauschef nur zu gut, dass einer Stadt, zumal in der Konsolidierung, derartig generöse Gesten nur wenig Lob einbringen. Eine andere Stadt im Landkreis hatte es vor Jahren vorgemacht. Trotzdem, während alle Welt von Bitcoins und Kryptowährungen spricht, setzt Arzberg auf Edelmetall.

Emil Richter liefert Vorlage
Die Vorderseite der Jubiläumsmünze zeigt eine Ansicht der Stadt Arzberg. Geschaffen hat sie der Porzellan- und Kunstmaler Emil Richter (1921 bis 2008). Er war bei der Porzellanfabrik Schumann angestellt und fertigte Zeichnungen auch für städtische und kirchliche Zwecke. Für die Stadtansicht, die auf den Münzen zu sehen ist – im Original eine Radierung – hatte der Künstler die Realität ein wenig seinen Zwecken angepasst: Beide Kirchtürme sind aus dieser Perspektive in Wirklichkeit gar nicht zu sehen. Die Kunst macht’s möglich.

„Münzen sind heute noch genauso aktuell, wie 1268, dem Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt“, ist Bürgermeister Stefan Göcking überzeugt. Auch deshalb wird es 750 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung Arzbergs wieder eine Sonderprägung geben. Und weil andere Gedenkmünzen bei den vorangegangenen Jubiläen immer gerne gekauft wurden. „Gold hat eine magische Wirkung“ sagt Leif Burghard, Geschäftsführer von Euromint aus Bochum. Gold-Sonderprägungen seien eben kein Renditeobjekt und, anders als übliches Merchandising, eine bleibende Erinnerung. „Goldmünzen werden hauptsächlich aus emotionalen Beweggründen gekauft“, weiß der Fachmann. Wer solche tiefen Gefühle für die Stadt Arzberg empfindet, muss dementsprechend tief in die Tasche greifen: 1399 Euro kostet die Münze aus Feingold zum Stadtjubiläum. 35 Millimeter groß, 15,5 Gramm schwer und jede für sich ein Unikat. Die Goldmünzen werden auf Bestellung gefertigt. Die Rohlinge zu Walzen, Prägen und Polieren dauert mehrere Tage. „Sie werden von Hand gewalzt, ausgestanzt und einzeln hydraulisch geprägt“, sagt Leif Burghard. Das gilt übrigens auch für die Ausführung in Feinsilber. Die sind ab sofort in den Arzberger Geschäftsstellen der VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald und der Sparkasse Hochfranken zu haben. Genauso groß, ein halbes Gramm leichter und um einiges erschwinglicher: Für 59 Euro wechselt die Silbermünze den Besitzer.

Die Rückseite beider Münzen zeigt das Arzberger Stadtwappen. Das Wappenschild kommt auf der Münze als mattes Relief und das eigentlich farbige Wappentier wurde auf verschiedenen Ebenen erhaben herausgearbeitet. Drumherum eine polierte Platte, die höchste Prägequalität, wie Burghard herausstellt.

Vielfach wurde Harald Helm während der Vorbereitungen der Jubiläumsfeierlichkeiten darauf angesprochen, ob es wieder eine Münze geben wird. „Ich bin echt begeistert“, sagt der Hauptamtsleiter der Stadt Arzberg. Wie sein Kollege Thomas Zeitler, ist auch er froh, dass zwei örtliche Banken die Münzen anbieten. Wie Florian Neumann von der VR-Bank und Stefan Münch von der Sparkasse bestätigen, hatten sich schon erste Interessenten für die Münzen gemeldet.

„Münzen gehören genauso zum Jubiläum wie Chronik und Feste“, findet Stefan Göcking. Und dass die eine oder andere Prägung als Geschenk vergeben wird, mag der Bürgermeister auch nicht ausschließen. „Aber sicher nicht in Massen, und dann auch nur in der einfachen Ausführung.“

Quelle: Frankenpost
Autor: Gerd Pöhlmann

https://www.frankenpost.de/region/arzberg/Arzberg-geht-glaenzend-ins-Jubilaeum;art2432,6030335

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