1025 Jahre Potsdam – in Gold und Silber

Oberbürgermeister Jann Jakobs und Michael Knippschild von EuroMint mit der Medaille. FOTO: GARTENSCHLÄGER

Die Stadt hat eine neue Jubiläumsprägung aus Anlass des runden Stadtgeburtstags im kommenden Jahr


Von Annika Jensen

Potsdam. Potsdam hat seit gestern eine neue Medaille – oder Sonderprägung, wie der Experte sagt. Im kommenden Jahr jährt sich die erste urkundliche Erwähnung Potsdams als Poztupimi, zum 1025. Mal. Auch wenn Potsdam damals noch keine Stadt war, sondern erst ab 1317, gilt das Jahr 993 als Gründungsjahr. Doch warum soll so eine schräge Zahl in reines Silber und reines Gold geprägt werden? Die Stadt startet im nächsten Jahr die Kampagne „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“ und will damit nicht nur dem 1000. Jubiläum noch einmal Rechnung tragen, sondern zusätzlich ein Augenmerk auf die Veränderungen während der vergangenen 25 Jahre legen.

Im Rathaus wurden die Sonderprägungen vorgestellt. Michael Knippschild von Euromint übergab dabei ein Exemplar an Oberbürgermeister Jann Jakobs. Die Bochumer Firma stellt die Sonderprägungen her. Überreicht wurde allerdings nur eine silberne Variante. Wie auch später im Verkauf, war die Goldmedaille nicht vor Ort, weil sie nur auf Anfrage ausgeliefert wird. Auf einer Seite ist das alte Rathaus zu sehen. Auf der anderen ist der Schriftzug „1025 Jahre Potsdam – 993-2018 eingeprägt. „Wir haben uns ganz bewusst für das alte Rathaus als Motiv entschieden“, sagte Jakobs. „Es ist ein Symbol für das Selbstvertrauen der Stadt und als eines der ältesten Gebäude in der Stadt ist es ein Kristallisationspunkt ihrer Geschichte.“ Die Medaille hebe das Haus und seine Entwicklung in den Vordergrund. Michael Knippschild hatte dagegen andere Vorstellungen. „Meine Idee war das offizielle Stadtwappen“, sagt er. „Aber die Typografie, die der Bürgermeister vorgeschlagen hat, finde ich super.“ Sein Unternehmen stellt eine limitierte Auflage der Medaillen her. 1025 silberne Exemplare soll es geben und 125 goldene. „Eigentlich hätten 25 Goldmedaillen mehr Sinn gemacht“, sagt Knippschild. „Aber die knappe Zahl hätte mir Bauchschmerzen bereitet. Die wären sicher schnell weg gewesen.“ Die Taler haben beide jeweils einen Durchmesser von 3 Zentimeter und wiegen jeweils 8,5 Gramm. Es handelt sich um Feinsilber 999 und Feingold 999,9 und sie sind für 49,99 Euro, beziehungsweise für 799,99 Euro zu bekommen. Jeder Taler ist mit einer individuellen Nummer versehen. Wer nun glaubt, ein Weihnachtsgeschenk gefunden zu haben, sollte sich zumindest im Falle der goldenen Variante beeilen. Denn während die Silbermedaillen vorrätig in den Verkaufsstellen liegen, werden die Goldtaler ja nur auf Anfrage geprägt und verschickt. Und das kann bis zu zwei Wochen dauern. Erhältlich sind die Medaillen in den MAZ-Verkaufsstellen in der Friedrich-Ebert-Straße und im Sterncenter sowie in der MAZ-Pyramide in der Friedrich-Engels-Straße.

 

In Kunststoffschutz gehüllt und in Samt gelegt: Die Medaillen (hier die am Mittwoch vorgestellte silberne) gibt es mit Etui und Zertifikat.

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