Sonderprägung zum 50. Todestag von Konrad Adenauer

Bad Honnef-Rhöndorf –

Konrad Adenauer, Enkel des ersten Bundeskanzlers, hat eine umfangreiche Sammlung von Medaillen, die seinen Großvater zeigen und so dessen Verdienste für die deutsche Geschichte betonen. „Es sind viele hundert, es können auch tausend sein“, sagte Konrad Adenauer am Dienstag im einstigen Wohnhaus des Kanzlers in Rhöndorf.

Demnächst kommt nun eine weitere Medaille hinzu, und zwar eine Sonderprägung zum 50. Todestag Adenauers, der am 19. April 1967 verstarb. „Das ist eine besondere Erinnerung“, sagte der Enkel und äußerte zugleich sein Bedauern, dass der Bund weder eine Sondermünze noch eine Briefmarke anlässlich des 50. Todestags herausgegeben habe.

In Rhöndorf präsentiert

Gut ein halbes Jahr habe die Umsetzung des Projekts gedauert, sagte Michael Knippschild von der EuroMint GmbH in Bochum, die die Sonderprägungen in Feinsilber und Feingold herausgibt, um das Wirken Adenauers als Bundeskanzler (1949-1963) und Kölner Oberbürgermeister (1917-1933) zu würdigen. Die Medaillen zeigen das Porträt Adenauers im Alter mit der Umschrift „Konrad Adenauer“, sein Geburts- und Sterbejahr (1876/1967) sowie seine Unterschrift mit dem typischen zusätzlich gekreuzten „A“.

Die Rückseite zeigt das Wohnhaus Adenauers in Rhöndorf, in dem die Medaillen gestern präsentiert wurden und das heute noch so aussieht und ausgestattet ist wie zu Adenauers Lebzeiten. Es ist bekanntlich Herz der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, deren Dauerausstellung gerade für rund 1,5 Millionen Euro modernisiert und am 19. April wiedereröffnet wird.

Die Silbermedaille (999er Silber, Durchmesser 30 Millimeter, Gewicht 8,5 Gramm) gibt es für 49,90 Euro in der Stadtinformation am Rathaus. Die Gold-Varianten kosten dagegen 449 Euro (22 Millimeter, 3,11 Gramm, 999,9 Gold) beziehungsweise 799,90 (30 Millimeter) und können bei EuroMint bestellt werden. Die Silber-Medaillen sind auf 500 Stück limitiert, die Gold-Varianten sogar nur auf jeweils 50 Stück; sie werden einzeln nummeriert. Eine Goldmedaille mit der Nummer 1 soll künftig Konrad Adenauers Sammlung ergänzen, versprach Knippschild gestern, dessen Unternehmen eine zweite Variante mit Bezug zu Adenauers OB-Zeit prägt, auf der das Kölner Stadtwappen gezeigt wird.

Corinna Franz, Geschäftsführerin der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, war extra ins Archiv gegangen und konnte zwei bereits früher geprägte Medaillen präsentieren. Eine erschien zum fünften Todestag des Alt-Kanzlers und trägt die Aufschrift „Wir stehen auf der Seite der Freiheit“, eine andere wurde zum 25. Todestag geprägt und zeigt das Porträt Adenauers und einen Bundesadler.

Im Todesjahr Adenauers wurde auch die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus gegründet, die seither weit mehr als zwei Millionen Menschen in der Ausstellung in Rhöndorf gezählt hat. Die Drei-Millionen-Marke peile man als nächstes Ziel an, so Corinna Franz. Durch den Wegzug des Parlaments und der Regierung von Bonn nach Berlin hat sich die Zahl der Besucher zwar stark verringert, dennoch zählt die Rhöndorfer Stiftung im Jahr rund 30 000 Gäste. „Sie ist ein Faktor für die Region.“

Einen neuen Schub könnte die modernisierte Dauerausstellung bewirken die am 19. April eröffnet werden soll. Die letzte Neugestaltung war 1997. Jetzt, „eine Generation später“ (Franz), müsse man „Adenauer wieder anders erzählen“, neue Fragen beantworten und neue Deutungen liefern. Franz: „Die meisten Besucher heute haben keine Erinnerung mehr an Konrad Adenauer.“

www.adenauerhaus.de

Quelle: http://www.rundschau-online.de/26201400 ©2017

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Zum 50. Todestag Adenauers gibt es eine Medaille mit Sonderprägung

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