Wasserbecken Völkerschlachtdenkmal

Eine neue Gedenkmedaille soll Geld für die Sanierung des Wasserbeckens am Völkerschlachtdenkmal beisteuern. Die neue Sonderprägung, die die Sparkasse Leipzig, die EuroMint GmbH und der Förderverein Völkerschlachtdenkmal herausgeben, wurde gestern am Denkmal vorgestellt.
„Wir sind stolz und dankbar für diese neue Initiative zur Sanierung des Wasserbeckens, die immerhin 1,85 Millionen Euro kostet“, sagte Klaus-Michael Rohrwacher, der Vorsitzende des Fördervereins.
Das Wasserbecken wurde einst angelegt, damit sich das Denkmal auf einer 162 mal 79 Meter großen Fläche im Wasser spiegelt. Es steht auf Stelzen, da sich im Untergrund ein Ascheberg befindet. Schäden an der Lehm-Ton-Schicht des Beckens wurden seit der Einweihung 1813 immer nur notdürftig repariert. Die Balustrade, die Beton-Tragkonstruktion, Natursteinteile, die Dichtung, Zu-, Ab- und Überläufe müssen nun erneuert werden. Spatenstich für den Beginn der Arbeiten wird voraussichtlich im März 2017 sein. „Das wird neben den Außenanlagen der letzte große Brocken bei der Sanierung unseres Denkmals sein. Das stemmen wir, da bin ich Berufsoptimist“, sagte Steffen Poser, der Leiter des Völkerschlachtdenkmals. Rohrwacher denkt bereits über einen „Abflusshahn“ nach, der dann symbolisch aufgedreht werden soll.
Der Fördervereinerein will 770 000 Euro für die Reparaturkosten des Wasserbeckens beisteuern, mittlerweile sind gut 600 000 Euro „in der Kiste“, wie Rohrwacher betonte. „Wir lassen selbstverständlich nicht nach, bitten weiter um Spenden und suchen Förderer. Diesem Zweck dienen auch unsere Stifterbriefe, die im Herbst zum 20. Mal durch Oberbürgermeister Jung überreicht werden“, so der Vereinschef. Die letzten Tage wurden erneut drei Stifterbriefe erworben – von Stille beim bürgerschaftlichem Engagement kann also keine Rede sein. Und auch der Verkauf der Gedenkmedaillen, die es auch in den LVZ-Geschäftsstellen gibt, hat sich inzwischen bewährt. In den Jahren 2009 bis 2013 gab es mehrere Auflagen von Gedenkmedaillen, die jeweils innerhalb kürzester Zeit vergriffen waren. „Damit haben wir einen Reinerlös von 40 000 Euro für die Sanierung des Denkmals erbringen können“, freute sich Martin Bücher vom Vorstand der Sparkasse. Abgebildet war auf der Vorderseite jeweils das Völkerschlachtdenkmal, die Motive auf der Rückseite wechselten: zuerst der Heilige Michael, dann ein Freiheitswächter, danach die Kolossalfiguren „Glaubensstärke“, „Volkskraft“ und „Tapferkeit“ aus der Ruhmeshalle.
Die aktuelle Edition ist speziell dem Wasserbecken gewidmet. Auf der Vorderseite ist das Denkmal mit Wasserbecken, auf der Rückseite das Porträt vom Erbauer des Denkmals, Clemens Thieme, abgebildet. Die exklusive Sonderprägung für das Wasserbecken umfasst drei Medaillen. Sie sind limitiert, einzeln nummeriert, in polierter Platte ausgeführt und in einem Rahmenetui mit Spezialzertifikat verpackt. So gibt es eine Edition mit Feinsilber 999, die auf 2016 Stück begrenzt ist. Die 15 Gramm schwere Edelmetallprägung kostet 69 Euro. Die größere Medaille aus Feingold (999.9/1.000), Durchmesser 35 Millimeter, Gewicht 15,5 Gramm, ist limitiert auf 216 Stück und kostet 1249 Euro. Von der kleineren Medaille aus Feingold (999.9/1000), Durchmesser 20 Millimeter, Gewicht 3,11 Gramm, sind 216 Stück zu haben, die jeweils 450 Euro kosten. Zusätzlich führt die EuroMint GmbH für jede verkaufte Medaille einen zusätzlichen Spendenanteil an den Förderverein ab.
Die Gedenkmedaillen sind bei der Sparkasse Leipzig, in der Geschäftsstelle der Leipziger Volkszeitung am Peterssteinweg sowie im Media Store in den Höfen am Brühl erhältlich. Sie können auch unter www.lvz-shop.de und der kostenlosen Servicehotline unter 0800 2181 070. erworben werden.

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